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    Lehrstuhl für Pharmakologie

    Phosphatasen und ihre Signale bei Erkrankungen

     

    Maligne Tumoren zählen immer noch zu den häufigsten Todesursachen in industrialisierten Ländern. Das Zytoskelett ist an einer Vielzahl biologischer Prozesse beteiligt, die eine unmittelbare Relevanz für Krebserkrankungen haben. Dazu zählen Zellteilung, –Adhäsion und –Motilität sowie Krebszellinvasion und Metastasenbildung. Eine Reihe häufig eingesetzter Arzneistoffe bei Krebserkrankungen blockiert die Zellteilung und beeinflusst die Zellmotilität dadurch, dass bestimmte Funktionen des Zytoskeletts verändert werden. Allerdings interferieren solche Arzneistoffe auch mit Zytoskelett-Funktionen, die nicht im Zusammenhang mit der Zellteilung stehen. Dadurch wird ihr klinischer Nutzen eingeschränkt, und es kann zu Dosis-begrenzenden Toxizitäten kommen. Ein besseres Verständnis der Schlüssel- Regulatoren des Zytoskeletts könnte daher sehr hilfreich bei der Entwicklung neuer Strategien zur Behandlung von Krebserkrankungen sein.

    Eine fehlgesteuerte Phosphorylierung von Proteinen kann zu defekter Zytoskelett-Dynamik in Krebszellen und in Tumoren führen. Von einigen Phosphatasen ist bereits bekannt, dass sie Schlüsselrollen bei Krebserkrankungen spielen. Die Funktionen und die Signale Zytoskelett-regulatorischer Phosphatasen sind bisher jedoch noch nicht geklärt.

    Wir erforschen vor allem die Rolle neuer Zytoskelett-regulatorischer Phosphatasen wie Chronophin und Chronophin-vermittelte Signale in Tumoren. Neben Experimenten mit Zellen und Geweben untersuchen wir auch Mausmodelle und Materialien von Patienten.

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